MigrArt-Projekt aus Belgrad
Zwischen geografischen und menschlichen Hindernissen durchquert täglich ein Strom von Seelen das verschlungene bulgarische Territorium, zwischen bewaldeten Bergen und korrupten Polizisten. Nach schwierigen Tagen kann es’ endlich frei fließen und in diese multiethnische Oase namens Belgrad strömen.
Ein vielfältiges Universum an Individuen erwartet ihn.
Skrupellose Geschäftsleute sind immer bereit, ihre überteuerten Dienstleistungen neuen und ahnungslosen Kunden anzubieten. Menschen, die unter gleichgültigen Studenten und Dosensammlern ihren Alltag weiterführen, als wäre nichts gewesen. Männer und Frauen, die jeden Tag Zeit und Energie investieren, um diesen reisenden Seelen einen menschlichen Empfang zu bereiten.
In der Zwischenzeit kommen wir auch in Belgrad an, wo wir ehrenamtlich im Miksaliste Refugee Aid Center arbeiten, Zentrum, das aus der spontanen Bürgersolidaritätsbewegung hervorgegangen ist.
Ein familienfreundliches und barrierefreies Empfangssystem, in dem alle, Flüchtlinge und Freiwillige, sie fühlen sich frei und eingebunden. Nach der tragischen Überfahrt nach Bulgarien sind sie alle erleichtert, sich in einer friedlichen Umgebung zu fühlen. Zwischen einem heißen Chai und einem Paar neuer Schuhe entfliehen Geschichten und Lächeln.
Dann gibt es drei beeindruckende Mädchen, die jeden Nachmittag Kunst als Interaktionsmittel in diesem Park nutzen, der seit Monaten zum Unterhaltungsraum für die in der Stadt angekommenen Flüchtlinge geworden ist.
Musica, Tanz und Zeichnen als universelle Sprachen, die jede bestehende Barriere niederreißen, Kunst als reines Vehikel des Friedens.
E’ damit Sie sich zwischen einer Zeichnung und der anderen entspannen können, So werden wir am Ende von den Geschichten dieser Kinder involviert und überwältigt. Wer geht in eine bessere Zukunft?, diejenigen, die vor dem Grauen fliehen, und diejenigen, die aus Liebe aufbrechen. Unterschiedliche Motivationen, eine einzige schwierige Reise und ein breites Lächeln der Hoffnung.
Sarajevo, Sonntag 15 November 2015
P.S. Ein herzliches Dankeschön an die Flüchtlingshilfe Serbien, an die Familie Jovanovic, zu Jelena mit ihrer Wohnung im Block 70, zum heimischen Bier Jelen, Alla serbischer Brandy, an alle Pekaras, die uns mit Burek gefüllt haben, al Green Lounge Hostel, auf Radio Onde Furlane, der Lillo beinahe die Beine umgeworfen hätte, zu guter Pizza, an die militärischen Straßenbahnkontrolleure und die Supergirls Teodora, Deli MA hat es getan.
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